Reiner Calmund über das Aus von Jörg Schmadtke

Kurz nachdem sich Jörg Schmadtke und der 1. FC Köln getrennt und im beidseitigen Einvernehmen den Vertrag des Sportchefs aufgelöst haben, herrscht Ratlosigkeit in der Fußballwelt. Es wird viel diskutiert und spekuliert. Doch was waren die Gründe für die unerwartete Trennung? Jemand, der ist Antwort kennt, ist Reiner Calmund. Er bringt Licht ins Dunkel und liefert die Antworten:

Calmund verriet, dass Schmadtke das Gefühl hatte, angesichts der derzeitigen Situation eine Belastung für den Verein zu werden. Er habe ihm auch gesagt, dass er dem FC Köln nicht helfen könne. Einen anderen Grund habe Schmadtke während des Gesprächs allerdings nicht genannt.

Auch der Vorstand sei von dem plötzlichen Trennungswunsch des 53-Jährigen überrascht worden. Calmund habe noch den Versuch gestartet, den Sportchef davon zu überzeugen, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken und beim FC Köln zu bleiben.

Calmund erzählt weiter, dass er Schmadtke eindringlich dazu riet, drei Nächte über die Sache zu schlafen, was der Sportchef jedoch ablehnte. Auch weitere Versuche Schmadtke noch vom Bleiben zu überzeugen seien fehlgeschlagen.

Allerdings habe Schmadtke dem 68-Jährigen versichert, dass es zwischen ihm und den Vereinsverantwortlichen keine Differenzen gab. Im Gegenteil, das Verhältnis zum Präsidium sei wortwörtlich hervorragend gewesen. So, dass er sich trotz seiner Trennung vom Verein vorstellen könne, sich gemeinsam mit ihnen zum Kaffee zu treffen.

An der Zukunft des 1. FC Köln würde Schmadtke keine Zweifel hegen. Im Gegenteil: Er habe Calmund versichert, dass Peter Stöger es zusammen mit der Mannschaft schaffen wird, sich, auch ohne ihn, aus der derzeitigen Lage zu befreien. Daran hätte er auch vorher nicht gezweifelt.

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